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25.04.2017
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Presseschau

10.09.2002 - Edemissen (Niedersachsen):
Steinzwillinge geben Rätsel auf
Eingetragen von Redaktion

Geheimnisvolle Legenden und Geschichten ranken sich um zwei steinerne Kreuze, die im Garten der Kirche Wipshausen stehen. Verwittert und unscheinbar sind sie auf den ersten Blick, doch sie gaben in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Anlass für Spekulationen.

Oliver Völkening, Mitarbeiter des Bauamts der Gemeinde Edemissen, nahm sich zum "Tag des offenen Denkmals" der Wipshäuser Kirche und damit auch der Sühnekreuze in deren Garten an. "Ein Wipshäuser Pastor vermutete, dass sich in dem kleinen Dorf einst zwei Offiziere duelliert haben", berichtete Völkening. Nachgrabungen allerdings hätten ergeben, dass sich unter den Steinkreuzen keine Gräber befanden. Auch standen die Steinzwillinge nicht immer an der Kirche, sondern hatten ihren Platz einst in der Gemarkung zwischen Wipshausen und dem Bahnhof. Später standen sie mitten im Dorf an einer Abzweigung gegenüber dem ehemaligen Gasthaus Schmidt.

Doch nicht nur die Geschichte der Steinzwillinge hatte Völkening in Zusammenarbeit mit der Kirche und dem Heimatverein Edemissen liebevoll aufgearbeitet. Auch Geschichtchen rund um die einschiffige Bruchsteinkirche hatte der Verwaltungsangestellte herausgearbeitet. Trockene Fakten bekamen die vielen Besucher in Wipshausen nicht geboten. "Ich arbeite solche Sachen immer gern mit Hilfe von kleinen Geschichten auf", sagte Völkening. Und die Resonanz bescheinigt ihm riesigen Erfolg mit dieser Art von Wissensvermittlung.

So erzählten Schauwände an der Kirche unter anderem von einem Brand in Wipshausen. 1879 brannte es in Wipshausen. Und warum? "Die Dienstmagd des Hofes Nummer 7 von Heinrich Jäger hatte sich abends einen glühenden Stein ins Bett gelegt. In dieses Bett kam sie nicht mehr. Dafür brannte der Hof kurze Zeit später", erzählt Völkening. Pastor Ulf Schlimper führte die Interessierten durch die bezaubernde Kirche des Dorfes. Der Westturm stammt nach der Form des Grundrisses, den schlichten Schalöffnungen und dem Kämpferprofil am Durchgang zum Schiff anscheinend vom Ende des 12. Jahrhunderts. Der Kirchenbau stammt etwa aus dem Jahr 1600, erweitert wurde das Gotteshaus 1808.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, 10.09.2002
Ortsinformationen

Edemissen

Ort: Edemissen
PLZ: 31234
Bundesland:Niedersachsen
Kreis: Peine


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